Einsortiert unter: Alltägliches | Schlagwörter: Ehe, Heiraten, Hochzeit, Hoffnung, Missverständnisse, Wünsche, Ziele
Einsortiert unter: Alltägliches | Schlagwörter: Düster, Dunkelheit, Hoffnung, Neal Morse, Schmerz, Sonne, Verletzung
… sagt mir eine Stimme, dass diese beiden Songs hier dran sind:
Somber Days (Düstere Tage)
Breath Blew right out of me
Like wind across a window legde
My old forgotten ways
Came rushing back on me
The world that held no interest
Gave way to somber days
So many somber days I felt so all alone
(In my suffering I was home)
So many somber days I was so unaware
Of almost anything but my suffering
How can our sight become so severely limited
We cannot see beyond the step we’re
About to take, the love that we did not make
The years so swiftly gone
So many somber days I felt so all alone
(In my suffering I was home)
So many somber days I was so unaware
Of almost anything but my suffering
And I felt unsure under a winter sky
And I would waste away
Coldest sun, seemed so far away
Who can heal a heart that’s made of clay?
If you’re feeling down today
If you’re dreading your next breath
Your hurt down to the bone
There is someone here with us
God is close as your next breath
He won’t leave you alone
Through your somber days when you feel all alone
(All your suffering he has known)
Through your somber days
Whem you feel like no one cares
(Touch your memory; he is there)
Through these somber days…
All these somber days
(He will walk with you all the way)
No matter how it hurts please stay here
One more day, help is on the way
They’ll be no more suffering
Einsortiert unter: Christliches | Schlagwörter: Brooke Fraser, C. S. Lewis, Gnade, Hoffnung, Jesus, Rettung, Schöpfer
… und es gibt Songs, die könnte man mit einem Babyphone aufnehmen und auf einem alten Gameboy abspielen und sie würden doch nichts von ihrer Genialität, Schönheit, Fingerzeigintensität auf den Schöpfer usw. verlieren:
Hört euch bitte jeden noch so beschissenen Live-Mitschnitt auf youtube (hier oder hier oder …) an und widerlegt mich!
Am I lost or just less found?
On the straight or on the roundabout of the wrong way?
Is this a soul that stirs in me,
is it breaking free, wanting to come alive?
‘Cause my comfort would prefer for me to be numb
And avoid the impending birth of who I was born to become.
Bin ich verloren oder einfach nur weniger gefunden?
Auf der Geraden oder im Kreisel des falschen Wegs?
Ist das eine Seele, was sich in mir regt;
reißt sie sich los, um lebendig werden zu können?
Denn meine Bequemlichkeit würde es für mich bevorzugen, betäubt zu sein
und die bevorstehende Geburt vom dem, was ich werden sollte, zu vermeiden.
Einsortiert unter: Kurzgeschichtliches | Schlagwörter: Amnesie, Berufung, Depression, Engel, Hoffnung, Leben, Mangel, Nachteil, Niedergeschlagenheit, Unterschied, Vorteil, Zukunft, Zweifel
Im grau-weißen Zimmer seines winzigen Appartements saß ein Mann mit fingerlosen Händen und verlorenem Gedächtnis aufrecht in seinem Bett und verwünschte stumm sein Dasein. Er beobachtete die Spalte zwischen den Deckenleisten und der gewölbten Wand und fragte sich, welchen Unterschied es machen würde, wenn er für immer in diesen verschwinden könnte.
Da stand plötzlich ein Engel in seinem Zimmer und fragte mit menschlicher Stimme: „Warum lebst du nicht und ehrst Gott?“
Der Mann, der zu Verwunderung kaum mehr fähig war, antwortete: „Du hast gut reden. Sag mir, was für ein Leben ich ohne Erinnerung führen soll. Hat jemals ein gefällter Baum neue Wurzeln geschlagen?“
„Nein. Aber manch eine Seele hier würde sich freuen, das Privileg eines Bewusstseins ohne Gedächtnis zu haben.“
Das brachte den Mann ins Grübeln und er war wieder allein.
Nach einer Woche verbrachte er immer noch seine freie Zeit damit, aufrecht im Bett zu sitzen. Er schaute die erstarrten Pinselstriche seiner weißfarbenen Zimmerwand flehend an, als läge es in ihrer Macht, seine Existenz ebenso zum Stillstand zu bringen. Und wieder kam der Engel zu ihm und fragte ihn, fast kumpelhaft: „Warum lebst du nicht und ehrst Gott?“
Der Mann hob die verstümmelten Hände und sagte: „Wie soll ich hiermit leben? Gib mir meine Finger zurück und ich will leben!“
Da verschwand der Engel und erschien als Landstreicher zwei Jungen, die mit mehreren Dutzend zerlegten Feuerwerkskörpern und einer kleinen Konservendose versuchten, den kindlichen Traum vom großen Knall wahr zu machen. Er flüsterte dem einen etwas ins Ohr, woraufhin dieser die Konservendose nahm, sie mit Wasser vom nahen See füllte, über das Schwarzpulver goss und von seinem Freund verprügelt wurde.
Kurze Zeit später war der Engel wieder bei dem Mann in seinem Zimmer, um sich erfolglos nach dessen gesteigerter Lebensbereitschaft zu erkunden. Der Besuchte entschuldigte sich: „Vier Finger einer Hand habe ich wiederbekommen, doch zu körperlicher Arbeit tauge ich nicht und reden kann ich genauso schlecht. Wie soll ich ohne Zeigefinger und mit nur einem Daumen in dieser Welt von Nutzen sein? Gib mir meine Finger wieder und ich will leben!“
Der Engel verließ das Zimmer durch die Tür und trat gleichzeitig als Guerrillero mit abgewetzter Lederweste und Maschinenpistole in einen anderen, dunkleren Raum, in dessen Mitte ein Tisch aufgestellt war, auf dem ein junger Mann angebunden war und gefoltert wurde. Er ging sicheren Schritts zu dem Folterer, der ungeduldig mit einem langen Dolch an der Tischkante herumschnitzte und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dieser verließ daraufhin mit zufriedenem Blick den Raum und ließ die Türe hinter sich offen. Der Guerrillero löste die Fesseln des Gefolterten und befahl ihm, zu verschwinden.
Im grau-weißen Zimmer wiederum saß nun der Mann, immer noch ohne Erinnerung, dafür mit acht Fingern und starrte erneut die Wand an, als wäre sie ein alpines Bergpanorama. Mit mathematischer Genauigkeit errechnete er, dass das allgemeine Weltgeschehen vom allgemeinen Weltgeschehen inklusive seiner Existenz abgezogen wohl keine bemerkenswerte Differenz ergäbe. Und ein letztes Mal kam der Engel in seine Nähe, setzte sich neben ihm auf die Bettkante und forderte ihn auf, zu leben und Gott als Individuum zu ehren.
„Wenn das doch alles so einfach wäre. Sieh dir mich doch an. Beide Zeigefinger fehlen mir. Wie sollte ich da filigrane Arbeit bewältigen oder viel mehr noch dem Gespött der Menschen standhalten? Sorge dafür, dass ich meine Zeigefinger bekomme und ich werde leben!“
Da seufzte der Engel, wozu er nur auf dieser Erde Anlass fand, und sagte dem Mann ins Gesicht: „Nein, das würdest du nicht. Ich würde dir die Zeigefinger besorgen und dazu noch acht weitere Finger für jede Hand und du würdest doch raus auf die Straße gehen, die Anderen beobachten und dich beklagen, dass dir dieses oder jenes Talent fehlt oder an Geld oder an einer bedeutungsvollen Berufung. Darüber hinaus kann ich nicht dafür sorgen, dass du Zeigefinger bekommst, da du nie welche hattest. Du warst dafür bestimmt, einer der Wenigen zu sein, die nicht mit ausgestrecktem Finger auf ihre Mitmenschen zeigen.“
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Botschaft, Hoffnung, Leuchtturm, Schreiben
Ich mag es, wenn sie Hoffnung haben – wenn ein Erzähler oder ein Freund sich zu früh als ohne Hoffnung erweist, verliere ich das Interesse. So etwas depremiert mich. Es verursacht bei mir Fressanfälle. Eine Ausnahme sind hoffnungslose Personen, die darüber Witze reißen, aber schließlich drückt Galgenhumor in Wahrheit ja auch eine Art Hoffnung aus. Romane sollten Hoffnung haben – es gibt ganz allgemein überhaupt keinen Grund, Romane zu schreiben, die keine Hoffnung vermitteln. Wir wissen alle, dass wir sterben werden; die Frage ist nur, was für Menschen wir im Angesicht dieser Tatsache sind.
Sie brauchen nicht einmal zu wissen, wie oder durch was es geschieht, aber wenn Sie die klarsten, wahrhaftigsten Worte, die Sie finden können, schreiben und alles geben, um zu verstehen und es zu vermitteln, dann wird es auf dem Papier erstrahlen wie ein kleiner Leuchtturm. Leuchttürme rennen nicht überall auf der Insel herum und suchen nach Booten, die sie retten können; sie stehen nur da und senden ihr Licht aus.
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Aufmerksamkeit, Goldenes Kalb, Hoffnung, Intuition, Nebensache, Ratio, Verstand, Wahrheit
Sie erhalten Ihre Intuition zurück, wenn Sie Platz dafür machen – wenn Sie Ihren Verstand zum Schweigen bringen. Die Ratio kann Sie hier nicht weiter bringen. Sie glauben zwar, dass es der Verstand ist, der die Wahrheiten erkennt und formuliert, weil der Verstand das goldene Kalb ist, das unsere Kultur verehrt, aber das ist ein Irrglaube. Die Ratio trocknet vieles aus, das üppig, saftig und faszinierend ist.
Die meisten Dinge sind nicht so, nicht so rein und schlicht; sie zeigen sich nicht so betont. Aber Aufmerksamkeit wird belohnt. Sich in etwas zu vertiefen, das nicht unmittelbar mit uns zu tun hat, ist ein starkes Gegenmittel bei zu mächtigem rationalen Verstand, der so oft seinen Kopf geradewegs in seinem eigenen Hintern stecken hat – und der sich so gerne mit sich selbst beschäftigt und in seinem engstirnigen und seinem dunklen Narzissmus eine kolo-rektale Theologie vertritt, die niemandem Hoffnung gibt.
Einsortiert unter: Kurzgeschichtliches | Schlagwörter: Aberglaube, Freiheit, Gemeinde, Hoffnung, Jesus, Kirche, Sorgen, Verbitterung, Verletzung, Verschlossenheit
Karl ist ein ganz normaler Junge im Alter von zehn Jahren. Er spielt Fussball, zerstört Lego-Bauten und setzt auf Konfrontation beim anderen Geschlecht. Sonntags geht er sogar zur Kirche – weil man das so macht. Eigentlich macht er das sogar gerne. Nur ein Satz, den dummerweise viele der Leute da immer betonen, stört ihn irgendwie: „Jesus ist für unsere Schuld gestorben.“
Nicht, dass er was gegen diesen Jesus hätte. Karl fühlt sich nur einfach nicht schuldig. Er kann mit diesem Satz einfach nichts anfangen. Und das macht ihn zu einem einsamen Gottesdienstbesucher. Denn um ihn herum reden alle mit schweren Worten davon, dass Jesus für ihre Schuld gestorben ist und dass das ja das Wichtigste ist. Und weil er das Wichtigste nicht versteht, so denkt Karl, gehört er nicht dazu. Und statt sich schuldig zu fühlen – damit auch er etwas mit diesem Jesus anfangen kann – fühlt er sich deswegen unglücklicherweise auch noch benachteiligt und ungerecht behandelt.
Dreiundzwanzig Jahre später: Karl ist endlich ein vollwertiger Teil der Gemeinde. Nach mehreren Bekehrungen kam er schließlich zu der Überzeugung, dass er als Mensch ja eine ganze Menge Schulden angehäuft hat, die ihm nur dieser Jesus wegnehmen kann. So spürt auch er nun die bittersüße Last der Schuld und kann jetzt mitreden, wenn es um diesen Jesus geht.
Eines Samstag abends ist ein besonderer Gottesdienst, bei dem Menschen aus der Gemeinde ihre Gedanken zu einem Thema von der Kanzel aus mit den anderen teilen. Das Thema an diesem Abend ist: Das Kreuz des 21. Jahrhunderts.
Nach einem Mann und einer Frau aus der Gemeinde tritt plötzlich ein Fremder hinter die Kanzel. Er sieht etwas heruntergekommen aus und redet mit klaren, lauten Worten: „Gott spricht die Menschen schuldig, auch wenn sie von ihrer Schuld nichts spüren. Und genauso hat Sein Sohn ihnen ihre Sünden am Kreuz weggenommen. Sünden, von denen sie noch gar nichts wussten. Er geht zu den Gefangenen und zerreißt ihre Ketten. Er geht zu den Ängstlichen und lässt ihnen eine neue Sonne aufgehen. Er schenkt den Verzweifelten eine Freiheit, von der sie noch gar nicht wussten, dass sie existiert und ihnen fehlt.“
Und in diesem Moment ist es, als würden die Kirchenfenster unter dem Druck des Windes, der von draußen dagegen bläst, bersten. Doch die Last der Schwermut hält von innen dagegen und nichts geschieht. Die Worte verhallen im Raum und in der folgenden Stille merkt man, dass eine Welle der Unmut anschwillt und auf die Kanzel zuläuft. Ein älterer Mann bemerkt geistesgegenwärtig die zynischen Blicke und geht leichten Schritts zu dem Mann hinter der Kanzel. Mit gönnerhafter Miene flüstert er ihm zu: „Verehrter Herr; in dieser Kirche sitzen eine ganze Menge Menschen, die Schweres erlebt und durchlitten haben. Dass wir uns trotz allem hier so versammeln können ist keine Selbstverständlichkeit. Wissen Sie, was uns der Zusammenhalt dieser Gemeinschaft von gefallenen Menschen kostet?“
Das darauf folgende Schweigen interpretiert der Fragende als Einladung, fortzufahren: „Dann wissen Sie sicher auch, was wir hier ganz und gar nicht gebrauchen können…“
„Ja, ich weiß es.“ gibt der Fremde nach einer kurzen Pause zurück und Tränen treten in seine Augen. Er geht zur Wand hinter dem Altar, hebt seine Arme – wobei Wundmale an seinen Händen hervortreten, nimmt das hölzerne Kreuz herunter und verlässt mit diesem die Kirche.
Einsortiert unter: Christliches | Schlagwörter: Angst, Brooke Fraser, C. S. Lewis, Hoffnung, Sinn
If I find in myself desires nothing in this world can satisfy,
I can only conclude that I was not made for here
If the flesh that I fight is at best only light and momentary,
then of course I’ll feel nude when to where I’m destined I’m compared
Speak to me in the light of the dawn
Mercy comes with the morning
I will sigh and with all creation groan as I wait for hope to come for me
Am I lost or just less found? On the straight or on the roundabout of the wrong way?
Is this a soul that stirs in me, is it breaking free, wanting to come alive?
‘Cause my comfort would prefer for me to be numb
And avoid the impending birth of who I was born to become
For we, we are not long here
Our time is but a breath, so we better breathe it
And I, I was made to live, I was made to love, I was made to know you
Hope is coming for me
Hope, He’s coming
Hier das Video von Nick Vujicic, das ich in einem anderen Post schon mal verlinkt hatte:
Ich habe mich gerade durch den Propheten Jeremia gequält. Ein Buch voller Zorn und Bitterkeit, Zerstörung und Wüste. Der arme Mann wäre heute sicher ohne Anti-Depressiva nicht lebensfähig! Doch irgendwie erkenne ich vieles von unserer Welt in diesem Buch wieder. Am meisten vielleicht die Frage, wie man in einer Welt der Zerstörung noch den Mut finden kann, etwas neues zu bauen. Wir stellen viele Fragen zur Weltwirtschaft – und doch sind es die großen Fragen in uns selbst, die darin nur eine Form zur Äußerung suchen: „Wovon werde ich morgen leben?“ „Wird alles OK werden….?“
Mitten im Buch Jeremia – in dem Hoffnung verdammt spärlich gesät ist – passiert es dann: Jeremia kauft einen Acker. Wow. Um ihn herum geht gerade die bekannte Welt unter und Jeremia kauft einen lächerlichen Acker. Warum? Vielleicht als Hoffnungszeichen.
“So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ‘Nimm diesen versiegelten [Acker-]Kaufvertrag und die offene Abschrift, und bewahre sie in einem Tonkrug auf, damit sie lange erhalten bleiben.
Jeremia 32, 14
„Bewahre!“ steht da. Nicht: wirf weg – weil alle wegwerfen. Bewahre! Heb auf! Beschütze! Damit sie lange erhalten bleiben.
Denn ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, verspreche: Es kommt die Zeit, in der man in diesem Land wieder Häuser, Äcker und Weinberge kaufen wird!’”
Jeremia 32, 15
Denn: es wird besser werden. Es lohnt sich! Auch wenn es nicht danach aussieht und dein Ohr nichts Positives hören kann. Es wird besser werden. Es ist keine Frage der Wahrscheinlichkeit, was morgen passieren wird!
Deswegen gehe ich jetzt ein Brot backen. Nicht, weil es meine Fragen beantworten wird. Aber weil es ein Zeichen dafür ist, dass ich auch morgen noch etwas zu essen haben werde.


