G danken


Den Tod beerdigen
21. Juni 2010, 17:55
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Though the Earth cried out for blood
Satisfied her hunger was
Billows calmed on raging seas
for the souls of men she craved

Sun and moon from balcony
Turned their head in disbelief
Their precious Love would taste the sting
disfigured and disdained

On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But woke with the keys
Of Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ laid
Death in his grave

So 3 days in darkness slept
The Morning Sun of righteousness
But rose to shame the throws of death
And overturn his rule

Now daughters and the sons of men
Would pay not their dues again
The debt of blood they owed was rent

When the day rolled a new

On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke holding keys
To Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ
Laid death in his grave

He has cheated Hell and seated us above the fall
In desperate places he paid our wages one time once and for all



Ich kenne die Menschen …
19. März 2010, 16:36
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: , , , , ,

… und ich sage Ihnen, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch ist. Zwischen ihm und jeder anderen Person in der Welt gibt es keinen Vergleich. Alexander, Cäsar, Karl der Große und Ich haben Weltreiche gegründet. Aber auf was gründeten wir diese Kreationen unseres Genies? Auf Gewalt.
Jesus Christus gründete sein Reich auf Liebe; und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben.

Napoleon Bonaparte



Sign of the Cross
18. März 2010, 16:29
Einsortiert unter: Kurzgeschichtliches | Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

„…und achte auf die Regeln,“ rief mir der Mann noch hinterher, der mir ein Holzkreuz – so groß, dass ich es gerade noch an meine Halskette hängen konnte – gegeben hatte.

Ich war im Traum auf einer großen Laufbahn, die zu einem Stadion gehörte, dessen gegenüberliegende Seite durch die Erdkrümmung, oder was auch immer das hier für ein Planet war, verborgen blieb. Wo das Auge auch hinblickte, überall sah man Menschen gehen, humpeln oder stehen, die ein mehr oder weniger großes Kreuz geschultert hatten. Es war ein buntes Durcheinander und so beschloss ich in meiner Verwirrung, die nächstgelegene Person zu fragen, wo ich hier gelandet bin und was das alles soll.

Die Frau, die ich ohne Mühe einholen konnte, da sie vier oder fünf Kreuze hinter sich her zerrte und dabei kaum vorankam, erklärte mir: „Ah, mein Junge, ich sehe, du bist neu hier. Was wir hier machen? Wir drehen unsere Runden, was denn sonst?! Nein, ich habe aufgehört zu zählen, das würde den Geist nur unnötig deprimieren… Warum ich so viele Kreuze trage? Weißt du, es heißt, dass man Anderen die Last abnehmen soll. Immer, wenn ich jemanden zusammengebrochen auf der Strecke finde, frage ich ihn, ob ich sein Kreuz haben kann. Vier mal hat’s funktioniert…“
„OK… Aber sie scheinen sich damit ja ganz schön abzuplagen.“
„Tja, man kann es sich halt nicht immer aussuchen. Manchmal komme ich mir wie eine Staffelläuferin vor, die keinen Abnehmer für ihren Stab findet und immer weiterlaufen muss. Aber ich will mich nicht beklagen.“ Dabei klopfte sie mir auf die Brust und beugte den Kopf erneut unter ihre Last.

Ich beschloss daraufhin, mir erst einmal selbst ein Bild zu machen und schlenderte neugierig die Bahn entlang. Irgendwann fiel mir ein Mann in feiner Kleidung auf, an dessen Kreuz mehrere Dutzend Luftballons gebunden waren. Es schien, als trügen diese das ganze Gewicht und als müsse er dabei nur die Richtung halten. Er sah, wie ich sein Konstrukt wahrnahm und gab mir ein Zeichen, zu ihm zu kommen. Er sprach mit lautem, selbstbewusstem Ton: „Na, Junge. Wohl noch nicht so lange hier? Komm ruhig näher, hier kann dir ein kluger Mann wertvolle Ratschläge erteilen. Ist alles eher suboptimal hier, aber wenn man weiß, wie man sich helfen kann, wird es bald ganz angenehm… Ja, die Ballons tragen das Kreuz. Der Ballonverkäufer müsste bald da hinten zu sehen sein. Natürlich halten die nicht ewig, davon lebt dieser Halsabschneider schließlich ziemlich gut… Aber hier und da findet sich am Straßenrand ein mittelloses Kind, das für ein paar Groschen das Kreuz schultert. Sicher ist das moralisch nicht ganz optimal. Aber die Kinder brauchen das Geld ja auch, von daher…“ Durch einen plötzlich zerplatzenden Luftballon wurde er unterbrochen: „Verdammte Scheiße!“ brüllte er und blickte in Richtung Himmel. Schließlich wandte er sich mir mit einem aufgesetzten Lächeln wieder zu: „Nichts für ungut, Bürschchen. Man sieht sich!“

Das einzige, was ich bis dahin begriffen hatte war, dass jeder hier sehr stark von seiner eigenen Sache beschlagnahmt war. Ungefähr eine halbe Stunde später – ich hatte inzwischen auch den Ballonverkäufer mit einer riesigen Schlange davor gesehen – fiel mir ein hölzerner Trümmerhaufen ins Auge. Als ich ihn erreichte und mir näher anschaute, entdeckte ich unter den Kreuzen, genauer gesagt dem, was davon übrig geblieben war, das ausgezehrte Gesicht einer alten Frau. Sie war ganz offensichtlich dem Sterben nahe und ich fragte sie, ob ich sie befreien sollte. Es dauerte ein wenig, bis sie reagierte: „Befreien? Wovon befreien? Kannst du etwa die Erde aufrollen oder den Himmel runterholen? Nein, hier ist alles Gefängnis – alles ein ganz schwarzer Scherz. Du bist sicher noch jung und verblendet… Hast du schon das gewaltige Kreuz gesehen, das man an der Ziellinie aufgestellt hat? Sie sagen, dass es der Erste einst dahin getragen hat, und dass damit jede Last tragbar geworden ist… So ein ausgemachter Schwachsinn. Sieh dir mich nur an. Nein, hier ist alles Gefängnis.“
„Aber ich kann Sie doch wenigstens aus den Trümmern befreien!“
„Bist du verrückt? Was sollen denn da die Leute sagen? Dass ich es mir leicht gemacht habe? Nichts für ungut Kleiner, aber es gibt Sachen, die wirst du erst verstehen, wenn du alt genug dafür bist. Und bis dahin lass bitte eine alte Frau in Ruhe sterben…“

OK, dachte ich mir, man kann niemanden zu seinem Glück zwingen, und ging nachdenklich weiter. Ich spürte, wie das Kreuz an meinem Hals merklich schwerer geworden war und es schien, als wäre es auch ein wenig gewachsen. Mit der Tatsache, dass das hier wohl eher die Hölle als der Himmel war, hatte ich mich inzwischen beinahe abgefunden.

Da tauchte neben mir plötzlich eine Gruppe aus drei Männern und zwei Frauen auf. Sie waren recht schnell, trotz ihrer Kreuze, die zusammengebunden und quer über ihrer aller Schultern gelegt waren. Ich meinte sogar, zwei von ihnen lachen gesehen zu haben, was ich bis dahin noch nirgendwo bemerkt hatte. Ich ging zu ihnen und sagte: „Entschuldigen Sie, aber bei Ihnen scheint das mit dem Tragen ja ziemlich gut zu funktionieren. Sie sehen alle sehr glücklich aus.“
„Tun wir das? Vielleicht muss es so sein, um die Zyniker abzuschrecken. Und so gut, wie es aussieht, funktioniert es auch nicht immer,“ antwortete mir ein Mann aus der Gruppe: „Aber unter Umständen können wir dir ein paar Tipps geben. Naja, so wie es jetzt läuft, war es nicht immer. Wir alle haben unsere Geschichte. Wir alle versuchten, unser Kreuz alleine zu tragen.
Mary hier zum Beispiel war Stammkunde beim Ballonverkäufer. Anfangs natürlich nur ein oder zwei Ballons. Aber jedes Kreuz wird mächtiger und sie merkte, dass es anders scheinbar nicht mehr zu tragen ist. Doch der Ballonverkäufer verrät seinen Kunden nicht, dass es gegen die Regeln verstößt. Als Mary dann eines Tages beobachtete, wie der Veranstalter eine verzweifelt schreiende Frau mit mehreren Ballons an ihrem Kreuz disqualifizierte, schnitt sie ihre ab und war zu niedergeschlagen, um weiter zu gehen: Sie hatte in der Zwischenzeit gar nicht gemerkt, wie schwer ihr Kreuz geworden war. Gott sei Dank fanden Carl und die anderen sie kurz darauf – die, die zuletzt auch mich auflasen.
Ich war der Typ Packesel: alles, was tragbar ist. Irgendwann bin ich dann einfach zusammengebrochen. Es ist nicht immer Nächstenliebe, die hinter Hilfsbereitschaft steckt. Inzwischen weiß ich, dass ich den Anderen ihr Kreuz ohne Interesse für die Person wegnahm, damit man meine Leidensbereitschaft bewundern kann. Aber so etwas braucht Zeit.
Wir alle haben unsere Verletzungen und enttäuschen uns regelmäßig. Es gehört dazu.“
„Und warum geht es gemeinsam besser?“
„Das ist eine einfache Frage: wenn einer nicht mehr kann, trägt er am leichten Ende oder läuft nebenher und denkt sich Geschichten aus, mit denen er die anderen unterhält.“

Ich ging noch eine Weile mit ihnen und keiner sagte etwas. Irgendwie schien mir eine harmonische Gruppe in diesem gewaltigen Chaos etwas suspekt und schließlich sagte ich: „Gibt es für Sie auch schwere Fragen?“Der Mann lugte aus der Reihe hervor, sah mich freundlich an und sagte nachdenklich: „Manchmal ist die Frage, wofür das Ganze hier gedacht ist, verdammt schwer zu beantworten.“




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