Einsortiert unter: Alltägliches | Schlagwörter: Amerika, Aufmerksamkeit, Bettler, Essen, Müll, Menschen, Schmetterling, USA
Die Menschen sind im Alltag seltsamerweise oberflächlicher und doch herzlicher als in Deutschland.
Die Schmetterlinge sind teilweise so groß, dass sie gleiten können, was ziemlich überraschend und cool ist.
Backwaren haben gefühlt eine fünfmal höhere Dichte als hierzulande.
Generell ist das Essen wenn fettig, dann fettiger, wenn süß, dann süßer – oder beides. Koffein ist in praktisch jedem Getränk (außer Wasser & Bier) drin, so dass angegeben wird, wenn es das nicht ist.
Der Amerikaner als solches dürfte – nach meinen subjektiven Erfahrungen – die Spitze der Müllproduktion markieren; als Ausgleich dafür trennt er wenigstens nicht.
Außerdem hat er ein ausgeprägtes Versicherungsbedürfnis, was ich bis dahin so nicht gedacht hätte. Immerhin stammen alle Amis (mit Ausnahme der Indianer) von Abenteurern ab.
Zuguterletzt sind die USA wohl das ultimative Land der Bettler. Ein paar möchten nur ein Handvoll Dollar, die meisten aber ein Stück vom viel zu knapp bemessenen Kuchen der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Aufmerksamkeit, Goldenes Kalb, Hoffnung, Intuition, Nebensache, Ratio, Verstand, Wahrheit
Sie erhalten Ihre Intuition zurück, wenn Sie Platz dafür machen – wenn Sie Ihren Verstand zum Schweigen bringen. Die Ratio kann Sie hier nicht weiter bringen. Sie glauben zwar, dass es der Verstand ist, der die Wahrheiten erkennt und formuliert, weil der Verstand das goldene Kalb ist, das unsere Kultur verehrt, aber das ist ein Irrglaube. Die Ratio trocknet vieles aus, das üppig, saftig und faszinierend ist.
Die meisten Dinge sind nicht so, nicht so rein und schlicht; sie zeigen sich nicht so betont. Aber Aufmerksamkeit wird belohnt. Sich in etwas zu vertiefen, das nicht unmittelbar mit uns zu tun hat, ist ein starkes Gegenmittel bei zu mächtigem rationalen Verstand, der so oft seinen Kopf geradewegs in seinem eigenen Hintern stecken hat – und der sich so gerne mit sich selbst beschäftigt und in seinem engstirnigen und seinem dunklen Narzissmus eine kolo-rektale Theologie vertritt, die niemandem Hoffnung gibt.

