Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Blau, Brennpunkt, Gold, Himmel, Hochzeit, Jesus, Juwel, Neal Morse, Ozean, Regen, Seele, Spock's Beard, Wind, Wind at my back
Es gibt Songs, die sind einfach zu genial, um sie der Menschheit vorzuenthalten*:
* spätestens nach 4 Minuten sollte die Laustärkereglung ihr lokales Maximum erreichen
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Christus, Gewalt, Jesus, Liebe, Menschen, Napoleon Bonaparte
… und ich sage Ihnen, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch ist. Zwischen ihm und jeder anderen Person in der Welt gibt es keinen Vergleich. Alexander, Cäsar, Karl der Große und Ich haben Weltreiche gegründet. Aber auf was gründeten wir diese Kreationen unseres Genies? Auf Gewalt.
Jesus Christus gründete sein Reich auf Liebe; und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben.
Napoleon Bonaparte
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Herrschaft, Herrscher, Neujahr, Schicksal, Zukunft
Da ich das Buch im Moment verliehen habe, nur ein Satz daraus aus dem Gedächtnis zum Neuen Jahr:
Es ist hilfreich, wenn sie als Herrscher über ihr Schicksal abdanken.
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Botschaft, Hoffnung, Leuchtturm, Schreiben
Ich mag es, wenn sie Hoffnung haben – wenn ein Erzähler oder ein Freund sich zu früh als ohne Hoffnung erweist, verliere ich das Interesse. So etwas depremiert mich. Es verursacht bei mir Fressanfälle. Eine Ausnahme sind hoffnungslose Personen, die darüber Witze reißen, aber schließlich drückt Galgenhumor in Wahrheit ja auch eine Art Hoffnung aus. Romane sollten Hoffnung haben – es gibt ganz allgemein überhaupt keinen Grund, Romane zu schreiben, die keine Hoffnung vermitteln. Wir wissen alle, dass wir sterben werden; die Frage ist nur, was für Menschen wir im Angesicht dieser Tatsache sind.
Sie brauchen nicht einmal zu wissen, wie oder durch was es geschieht, aber wenn Sie die klarsten, wahrhaftigsten Worte, die Sie finden können, schreiben und alles geben, um zu verstehen und es zu vermitteln, dann wird es auf dem Papier erstrahlen wie ein kleiner Leuchtturm. Leuchttürme rennen nicht überall auf der Insel herum und suchen nach Booten, die sie retten können; sie stehen nur da und senden ihr Licht aus.
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Aufmerksamkeit, Goldenes Kalb, Hoffnung, Intuition, Nebensache, Ratio, Verstand, Wahrheit
Sie erhalten Ihre Intuition zurück, wenn Sie Platz dafür machen – wenn Sie Ihren Verstand zum Schweigen bringen. Die Ratio kann Sie hier nicht weiter bringen. Sie glauben zwar, dass es der Verstand ist, der die Wahrheiten erkennt und formuliert, weil der Verstand das goldene Kalb ist, das unsere Kultur verehrt, aber das ist ein Irrglaube. Die Ratio trocknet vieles aus, das üppig, saftig und faszinierend ist.
Die meisten Dinge sind nicht so, nicht so rein und schlicht; sie zeigen sich nicht so betont. Aber Aufmerksamkeit wird belohnt. Sich in etwas zu vertiefen, das nicht unmittelbar mit uns zu tun hat, ist ein starkes Gegenmittel bei zu mächtigem rationalen Verstand, der so oft seinen Kopf geradewegs in seinem eigenen Hintern stecken hat – und der sich so gerne mit sich selbst beschäftigt und in seinem engstirnigen und seinem dunklen Narzissmus eine kolo-rektale Theologie vertritt, die niemandem Hoffnung gibt.
Einsortiert unter: Fundsätzliches | Schlagwörter: Anne Lamott, Botschaft, Geben, Schreiben, Schriftsteller, Worte
Hast Du schon mal drüber nachgedacht, zu Schreiben? Vielleicht als Kind eine Kurzgeschichte. Oder als Erwachsener über deine Kindheit. Ein Buch. Ein Gedicht. Einen Brief. Irgendwas?!
Gerade habe ich ein Buch durch, das ich einfach nur weiterempfehlen muss und daher das ein oder andere daraus hier zitieren werde.
Bird by Bird. Wort für Wort von Anne Lamott.
(Leider ist es nur noch gebraucht in deutsch zu bekommen und nicht gerade günstig.)
Hier der erste Ausschnitt:
Sie werden geben, geben und nochmals geben müssen, andernfalls brauchen Sie gar nicht erst zu schreiben. …
Hier ist die schönste Geschichte zum Thema Geben, die ich kenne; sie wurde mir von Jack Kornfield vom Spirit Rock Mediation Center in Woodacre erzählt. Ein Achtjähriger hörte, dass seine jüngere Schwester, die Laukämie hatte, sterben würde, wenn sie keine Bluttransfusion bekäme. Seine Eltern erklärten ihm, dass sein Blut sich vermutlich mit ihrem vertragen würde und dass er daher als Spender geeignet wäre. Sie fragten ihn, ob sie sein Blut untersuchen dürften. Er willigte ein, und es zeigte sich, dass es funktionieren könnte. Nun fragten sie ihn, ob er seiner Schwester einen halben Liter Blut abgeben würde, weil das vielleicht ihre letzte Chance war. Der Junge sagte, er würde die Entscheidung überschlafen.
Am nächsten Tag ging er zu seinen Eltern und sagte, er sei bereit zu spenden. Sie brachten ihn ins Krankenhaus, wo er neben seine Schwester auf eine Bahre gelegt wurde. Man zapfte ihm Blut ab und hängte den Behälter an den Tropf seiner Schwester. Der Junge lag schweigend auf der Bahre, während das Blut in seine Schwester sickerte, bis der Arzt kam und nach ihm sah. Da öffnete der Junge die Augen und sagte, “Wie bald werde ich anfangen zu sterben?”
Geben Sie niemals auf, geben Sie niemals auf, nie, nie, nie, nie – in keiner Sache; groß oder klein, umfangreich oder bedeutungslos – geben Sie niemals auf…
Winston Churchill
…werde ich auch nicht das (in meinen Augen schreckliche) deutsche Cover des Buchs “Gilead” hier abbilden.
Trotzdem ist das Buch genial. OK, wer aussschließlich Bücher wie Illuminati mag und ohne kontinuierliche Spannung irgendwann auf Seite 11 oder 24 beim Lesen verhungert, sollte lieber die Finger davon lassen.
Das Buch hat 2005 den Pulitzer-Preis bekommen, ist hierzulande allerdings vollkommen erfolglos – meiner Meinung nach absolut zu unrecht.
Inhalt: USA 50er Jahre: ein Mann hat sehr spät geheiratet und einen Sohn bekommen, dem er aufgrund Altersdifferenz seine Lebensgeschichte und die seiner Väter in Form von Briefen hinterlässt.
Kostproben:
“Die Eltern dieser jungen Soldaten kamen zu mir und fragten mich, wie der Herr so etwas zulassen könne. Mir lag immer die Frage auf der Zunge, was der Herr denn machen müsse, um uns zu verstehen zu geben, dass er etwas nicht zulasse.”
“Öffne das Gehäuse einer Meeresschnecke und finde den Text, der hinter dem frommen Gesäusel liegt.”
“Du solltest dir nur sicher sein, dass die Zweifel und Fragen [an Gott] deine eigenen sind und nicht der Bart und Gehstock, die zu diesem Zeitpunkt gerade in Mode sind.”
“Ich versuche mich daran zu erinnern, was die Vögel machten, bevor es Telefonleitungen gab.”
Das Leben ist wie ein Kartenspiel:
Was dir gegeben wurde ist vorherbestimmt aber wie du damit spielst ist deine Entscheidung.
(aus einer Netz-Signatur)

Mein Spiel ist wie Poker,
aber doch ganz anders.
Du bekommst Karten und jetzt
spielst du sie oder nicht.
Du entscheidest – aber bedenke -
du kannst beim Pokern gewinnen oder verlieren.
Das wirklich einzigartige an meinem Spiel ist;
alleine dadurch, dass du deine Karten
spielst, hast du schon gewonnen.
Werfe deine Karten nicht weg!
Markus Schmid
Ich wünsche mir, dass so viele Menschen wie möglich die erschütternden Lebensgeschichten junger Menschen lesen, die „Die Arche“ in diesem Buch zusammengetragen hat. Sie sollten es aber nicht mit dem Blick eines entsetzten Zeitungslesers tun, der nur wieder einen Beweis mehr findet, dass die Welt früher besser war…
Das einstige Tabu, mit dem das Thema Sexualität behaftet war, ist längst dem Tabu gewichen, über die Folgen der sexuellen Freizügigkeit zu sprechen. Dass es Sexsucht, Pornografiesucht und extreme sexuelle Verwahrlosung gibt, wird nur selten thematisiert. Wer es dennoch tut, gilt als lebensunlustig und verklemmt.
Am schlimmsten trifft es wieder einmal Kinder und Jugendliche. Selbst wenn die sexuelle Verwahrlosung bei ihnen in alle anderen Lebensbereich übergreift und ihnen die Zukunft verbaut, fühlt sich keiner zuständig. Und selten haben diese jungen Menschen eine Familie, die ihnen helfen kann – ist doch meist die Familie überhaupt der Ursprung ihrer Probleme…
Christlich an der Arbeit der Arche ist aber eben auch, dass sie sich an vorderster Front denen widmet, die im Sumpf versinken. Christen reden deutlich von Sünde, Schuld, bösen Strukturen und persönlicher Verantwortung, aber sie sind – hoffentlich jedenfalls – auch mitten im Geschehen präsent und bieten Tätern, schuldig Gewordenen und Opfern gleichermaßen Hilfe an, die Jesus Christus allen angeboten hat…
Die Botschaft der Bibel ist nicht deswegen eine gute Nachricht, weil sie die Glücklichen noch glücklicher macht, sondern weil sie sich dort bewähren will, wo das Leben am dunkelsten ist. „Die Starken brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Verlorenen zu rufen und nicht die Gerechten“ (Jesus in Markus 2,17)
Aus: Deutschlands sexuelle Tragödie – Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist. Von Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher
Die „erschütternden Lebensgeschichten“ kann man darin selbst nachlesen.


Christlich an der Arbeit der Arche ist aber eben auch, dass sie sich an vorderster Front denen widmet, die im Sumpf versinken. Christen reden deutlich von Sünde, Schuld, bösen Strukturen und persönlicher Verantwortung, aber sie sind – hoffentlich jedenfalls – auch mitten im Geschehen präsent und bieten Tätern, schuldig Gewordenen und Opfern gleichermaßen Hilfe an, die Jesus Christus allen angeboten hat…