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Einer allgemeinen Aufräumaktion fällt jetzt auch dieser Blog zum Opfer.
Danke an alle, die hier regelmäßig mal vorbeigeschaut haben!
Wenn mich in Zukunft einmal die Kreativität überfallen sollte, was durchaus der Fall sein wird, dann werde ich das woanders teilen, z. B. auf Facebook oder youtube.
Marco
Einsortiert unter: Alltägliches | Tags: Ehe, Heiraten, Hochzeit, Hoffnung, Missverständnisse, Wünsche, Ziele
Einsortiert unter: Christliches | Tags: Finden, Flucht, Gedanken, Gott, Jesus, Schweine, Verlieren, verlorener Sohn, Wiedersehen
Die meisten Kilometer rennen wir in unserem Kopf. Wer davonläuft, der tut es zuerst in seinen Gedanken, in seinem Herzen. Der verlorene Sohn war schon zu Hause verloren – nicht erst bei den Schweinen.
Das Wiedersehen beginnt im Inneren.
Einsortiert unter: Alltägliches | Tags: Amerika, Aufmerksamkeit, Bettler, Essen, Müll, Menschen, Schmetterling, USA
Die Menschen sind im Alltag seltsamerweise oberflächlicher und doch herzlicher als in Deutschland.
Die Schmetterlinge sind teilweise so groß, dass sie gleiten können, was ziemlich überraschend und cool ist.
Backwaren haben gefühlt eine fünfmal höhere Dichte als hierzulande.
Generell ist das Essen wenn fettig, dann fettiger, wenn süß, dann süßer – oder beides. Koffein ist in praktisch jedem Getränk (außer Wasser & Bier) drin, so dass angegeben wird, wenn es das nicht ist.
Der Amerikaner als solches dürfte – nach meinen subjektiven Erfahrungen – die Spitze der Müllproduktion markieren; als Ausgleich dafür trennt er wenigstens nicht.
Außerdem hat er ein ausgeprägtes Versicherungsbedürfnis, was ich bis dahin so nicht gedacht hätte. Immerhin stammen alle Amis (mit Ausnahme der Indianer) von Abenteurern ab.
Zuguterletzt sind die USA wohl das ultimative Land der Bettler. Ein paar möchten nur ein Handvoll Dollar, die meisten aber ein Stück vom viel zu knapp bemessenen Kuchen der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Einsortiert unter: Alltägliches | Tags: bilingual, Druck, Erziehung, Freiheit, Kinder, Kindergarten, Müdigkeit, Vorschule
Nicht im Reagenzglas, sondern im Kindergarten. Die dreijährige Stella spricht vier Sprachen fließend und hat zweimal die Woche Musikunterricht, zusätzlich Malen. Die Mutter dazu: „Also, ich probier, gar nicht so ehrgeizig zu sein… Noch.“
Nur das Beste für mein Kind: ziemlich interessante Sendung im ZDF, fragwürdiger Titel, teilweise schockierend – mit einem „versöhnlichen“ Ende:
Einsortiert unter: Menschen am Limit | Tags: Aufgabe, Bedeutung, Bedeutungslosigkeit, Berufung, Journalismus, Kontrolle, Macht, Marionette, Medien, Politik, Puppe, Puppenspiel, Spieler
„Spätestens in der elften Klasse, als ich merkte, dass die Politik nur eine dumme fette Kuh ist, die auf den Wiesen grast, zu denen man sie geführt hat, beschloss ich, anstatt Politiker Journalist zu werden. Ich wollte die Zäune setzen. Aber Vorsicht; glauben Sie nicht, dass mir die großen Storys in den Schoß gefallen sind. Vielleicht sitzen auch Sie gerade am hundertsten Bericht über Jubilare in ihrer Ortschaft und ich sage Ihnen: wenn Sie es wie ich zum Chefredakteur der einflussreichsten Tageszeitung in Deutschland bringen möchten, dann liegen noch mindestens zehntausend solcher scheinbar banalen Unwichtigkeiten vor Ihnen. Das ist Ihr Lehrgeld – zahlen Sie es! Dass es sich gelohnt hat, wissen Sie spätestens dann, wenn der Bundesrat sich mit Gesetzestexten rumschlägt, für deren Inhalt sie ein Jahr zuvor den Leitartikel freigegeben haben.“
„Sie haben Post!“
Die Hochtöner seines PCs holten Michael M. in die Realität zurück. Es war die Bestätigungsmail von der stellvertretenden Vorsitzenden des Museumsvereins; ja, wenn es denn von solcher Bedeutung wäre, hätte sie Zeit für ihn. Michael M. seufzte. Nein, er war kein Chefredakteur und wahrscheinlich würde niemand seine Biographie schreiben wollen – geschweige denn lesen. Er war eben lediglich Redakteur eines mittelgroßen Provinzblatts. Gerade, als der Termin eingetragen war, erblickte er die Praktikantin mit einem Packen Post unter dem Arm. Es tröstete ihn, dass wenigstens das inzwischen jemand anderes machte.
Ein brauner Umschlag landete auf seinem Tisch. Die Handschrift erkannte er sofort: Karl. Was wollte sein alter Klassenkamerad mit voyeuristischer Ader ihm jetzt schon wieder für einen Unsinn verkaufen? Er zog drei Fotos und den üblichen Notizzettel heraus. Karl liebte schon immer den geheimnisvollen Telegrammstil: „Brisantestes Material. Hotel Atlantic Kempinski, Hamburg. Habe noch mehr Abzüge. Karl.“
Michael M. legte den Zettel beiseite und sah sich eins der Bilder an. Es war jedoch so verschwommen, dass man gerade so die Silhouette eines Fensters erahnen konnte. Mit Absicht fiel es in den Papierkorb. Das zweite Foto jedoch war scharf. Zehn Sekunden lang betrachtete er es – dann war sein Unterkiefer unten angekommen. Wie bei einem Lottogewinner, der ungläubig vor der Glotze hockt und die Frage „Sind das meine Zahlen?“ buchstabiert, während er an seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit zweifelt, bildeten sich einfache Fragen in seinem Kopf: „Ist das unser Staatsoberhaupt?“ „Ist seine Frau nicht älter?“ „Warum ist die Ehe in manchen Kreisen eigentlich immer noch so bedeutsam?“
Die Antworten lagen auf der Hand. Michael M. schüttelte sich und überprüfte die Empfängeradresse. Was hatten solche Bilder hier verloren? Aber auch diese Frage ließ sich beantworten. Karl hatte so viel Geschäftssinn wie ein Obstbaum Schraubverbindungen. Selbst wenn er die Weltformel gefunden hätte, würde er sich an seinen „alten Freund von der Zeitung“ wenden. Ein schelmisches Lächeln, dem er nichts entgegensetzen konnte, eroberte sein Gesicht. Seine Vorstellungen von Geschichte waren vage, aber in diesem Moment fühlte er sich wie der Lehrling Michelangelo, dem der Papst offeriert, das Paradies in die Alpen zu meißeln. Das war seine Chance. Vielleicht die einzige.
Für einen Moment nahm er die Fäden des Puppenspielers entgegen, doch dann war sie schon wieder präsent: diese lästige innere Stimme, die scheinbar all sein Schaffen zu boykottieren suchte: Ist das OK? Ist der Bundespräsident nicht auch ein Mensch oder nur eine Titelstory?
Der Puppenspieler auf der anderen Seite hingegen leitete seinen Lehrling erneut an; Michael M. spürte, wie die Figur auf seine Züge reagierte. Er flehte sie an, die Aura der Macht, noch einen Moment auf seinem Wesen verweilen, doch die Stimme tönte lauter: Ist es richtig, seine Karriere aus den Trümmern anderer Menschen Leben zu bauen?
Mit einem vertrauten Schulterklopfen übergab der Lehrmeister die Marionette vollends in die Hände des anderen und beobachtete ihn beim Spiel. Wie im Rausch erlebte dieser seinen Aufstieg aus den Untiefen der Gewöhnlichkeit. Doch gerade, als er seine Rolle als Rollenverteiler im Theater dieser Welt wahrnehmen wollte, erreichten ihn mit verschwindender Lautstärke die Worte: „Tu es nicht – du wirst einer von ihnen.“ Er hielt inne und horchte näher hin: „Mit den gleichen Mitteln wurde dein Vater für sechs Jahre deiner Kindheit ins Stasi-Gefängnis gebracht. Vielleicht nennt man es jetzt anders, vielleicht ist die Wirkung eine andere, aber es bleibt dasselbe.“
Michael M. drehte sich um und blickte mit der Forderung nach einer Stellungnahme ins Gesicht des Puppenspielers. Dieser brachte jedoch nur das dümmliche Lächeln zustande, das ein Achtjähriger nach dem Vorwurf des Süßigkeitendiebstahls zustandebringt, während er zwischen den Backenzähnen noch den letzten Keks zu Ende malmt. Ohne zu zögern schlug der Redakteur das Angebot aus und schleuderte das Holzkreuz in die Fratze des armen Teufels, der sich daraufhin mit seiner Marionette in Luft auflöste.
Das Dokument mit Namen „Vom Fall eines Großen“, das in der Zwischenzeit wie von Geisterhand auf seinem Desktop entstanden war, erhielt einen neuen Namen: „Brief an Karl“. Und von jetzt auf gleich war sie – wenigstens für kurze Zeit – verschwunden; die bohrende Forderung aus der Tiefe des Herzens, alles und jeden auf dieser Welt nutzen zu müssen.
Einsortiert unter: Alltägliches | Tags: Düster, Dunkelheit, Hoffnung, Neal Morse, Schmerz, Sonne, Verletzung
… sagt mir eine Stimme, dass diese beiden Songs hier dran sind:
Somber Days (Düstere Tage)
Breath Blew right out of me
Like wind across a window legde
My old forgotten ways
Came rushing back on me
The world that held no interest
Gave way to somber days
So many somber days I felt so all alone
(In my suffering I was home)
So many somber days I was so unaware
Of almost anything but my suffering
How can our sight become so severely limited
We cannot see beyond the step we’re
About to take, the love that we did not make
The years so swiftly gone
So many somber days I felt so all alone
(In my suffering I was home)
So many somber days I was so unaware
Of almost anything but my suffering
And I felt unsure under a winter sky
And I would waste away
Coldest sun, seemed so far away
Who can heal a heart that’s made of clay?
If you’re feeling down today
If you’re dreading your next breath
Your hurt down to the bone
There is someone here with us
God is close as your next breath
He won’t leave you alone
Through your somber days when you feel all alone
(All your suffering he has known)
Through your somber days
Whem you feel like no one cares
(Touch your memory; he is there)
Through these somber days…
All these somber days
(He will walk with you all the way)
No matter how it hurts please stay here
One more day, help is on the way
They’ll be no more suffering
Einsortiert unter: Christliches | Tags: Beziehungen, Christen, Engel, Gemeinde, Gemeinschaft, Gnade, Jesus, Kirche, Megachurch, Moderne, Teufel, Tradition, wiedergeboren
Es ist unentbehrlich, dass jede Seele mit der „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ konfrontiert wird.
Die „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ zeichnet sich vor allem durch ihre Variabilität aus; jeder sieht sie auf die Weise, wie er sie sehen muss.
Den Armen verspricht sie Reichtum – den Reichen, dass sie von den Versuchungen desselben erlöst werden. Leere Blicke aus sterbenden Gemeinden lernen bei ihr zu hoffen, denn sie wächst so stark, dass man höhere Statistik betreiben muss, um diesen Segen messen zu können. Und doch pulsieren in ihr tiefe Beziehungen, so dass enttäuschte Megachurch-Nummernzieher dort einen Namen bekommen. Die „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ hat den Tageslichtprojektor endlich aus selbigem verbannt und verliert sich trotzdem nicht in medialen „Samstagnachtverlängerungen“. Sie ist dermaßen perfekt fortschrittlich, dass sie Rebellen und Traditionelle unter eine Kanzel bringt.
Das alles kommt nicht von irgendwo sondern von den Menschen, die in der „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ ein- und ausgehen. Natürlich sind es Christen. Doch nicht die Sorte, die sich nur so nennt; auch nicht die, die noch nicht wiedergeboren ist; erst recht nicht jene, die keine Beziehung zu Jesus haben. Nein, es sind echte Christen. Christliche Christen könnte man fast sagen, aber das wäre zu offensichtlich sinnlos. Seien Sie an dieser Stelle kreativ!
Menschen eben, die es ernst meinen. Und die trotzdem sehnsüchtigst auf eine weitere starke Persönlichkeit warten, um das „Team“ abzurunden. Oder auf eine schwache, die sich in beiderseitigem Einverständnis von den religiösen Krümeln, die vom Tisch der Professionellen fallen, ernährt.
Aus diesen Beispielen geht hervor, dass das Gotteshaus der „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ im Geist eines jeden Christen errichtet werden kann. Bewässern Sie seine trockenen Visionen!
Mit höchster Priorität muss jedoch die Vorstellung gepflegt werden, dass die „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ jenes Gut im überfließenden Maße besitzt, das tatsächlich am weitesten von ihr entfernt ist: Gnade.
Und schließlich vergessen Sie nicht, aus welchem Grund die „Gemeinde, die es gar nicht gibt“ existiert: um eine jede Seele herauszureißen – aus dem lebendigen Körper des Feindes; aus der Gemeinde, die es gibt.
(Aus einem etablierten Leitfaden für geerdete Engel)
Einsortiert unter: Christliches | Tags: Beerdigung, Blut, Christus, Dieb, Grab, Jesus, König, Ostern, Tod
Though the Earth cried out for blood
Satisfied her hunger was
Billows calmed on raging seas
for the souls of men she craved
Sun and moon from balcony
Turned their head in disbelief
Their precious Love would taste the sting
disfigured and disdained
On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But woke with the keys
Of Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ laid
Death in his grave
So 3 days in darkness slept
The Morning Sun of righteousness
But rose to shame the throws of death
And overturn his rule
Now daughters and the sons of men
Would pay not their dues again
The debt of blood they owed was rent
When the day rolled a new
On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke holding keys
To Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ
Laid death in his grave
He has cheated Hell and seated us above the fall
In desperate places he paid our wages one time once and for all



